LUTHE (tau). Das NaturErlebnisBad kann voraussichtlich am heutigen Samstag wieder öffnen. Die Auswertung einer ersten Wasserprobe durch das Gesundheitsamt am Dienstag ergab keine auffälligen Werte mehr, wie Reinhard Gräpel von der Betreibergenossenschaft am Donnerstag mitteilte. Dennoch müssen die Verantwortlichen mit der Wiedereröffnung noch warten, da auch eine zweite Wasserprobe, die erst am Donnerstag entnommen worden ist, unauffällig sein muss. Das Ergebnis liegt aber erst am heutigen Samstag vor. Sollte alles in Ordnung sein, wird das Bad umgehend geöffnet. „Wir sehen aber schon jetzt, dass sich die vielen Überstunden der vergangenen Tage bezahlt gemacht haben”, so Gräpel. Das Team um Betriebsleiter Michael Kuller hat eine intensive Reinigung von Sammelbehältern, Becken, Kaskaden sowie Abläufen vorgenommen und auch den Pflanzenfilter genauer inspiziert. Dabei ist ein toter Vogel im Schilf entdeckt worden, der möglicherweise Auslöser für die jüngste Verunreinigung mit Enterokokken gewesen sein könnte. Das Tier befand sich in einem Bereich des Pflanzenfilters, von dem aus das gereinigte Wasser in einen Sammelschacht gesaugt wird. Die Prüfung durch das Gesundheitsamt hat aber auch gezeigt, dass der Pflanzenfilter funktioniert und Verunreinigungen des Wassers, die durch den Badebetrieb oder durch Umwelteinflüsse stattfinden, rasch abgebaut werden. Allerdings gilt auch zu beachten, dass die Grenzwerte für Freibäder sehr viel strenger sind, als beispielsweise für natürliche Badeseen wie dem Steinhuder Meer. „Werte, die bei uns umgehend zur Schließung des Bades führen, sind dort völlig unproblematisch, auch wenn sie das Zehnfache erreichen”, so Rolf Hoch, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Betreibergenossenschaft. Die Schließung des Bades schade aus seiner Sicht mehr als sie nütze, da die Bewegung im Wasser fehle, die den Reinigungsprozess zusätzlich unterstütze. Jeder Badegast kann aber auch mithelfen und zwar durch eine bewusste Dusche vor dem eigentlichen Sprung ins Wasserbecken. Denn alle Menschen tragen Bakterien auf dem Körper. Je gründlicher sie sich vorher waschen, desto weniger Mikroben gelangen dann auch in das Badewasser, so Hoch. Die insgesamt acht Tage, an denen kein Badebetrieb möglich war, sind besonders bitter für die Betreibergenossenschaft. Reinhard Gräpel schätzt, dass dadurch etwa 6000 Badegäste in der Bilanz fehlen und damit ein Verlust von rund 9000 Euro entstehen wird. Neben dem Einnahmeverlust steigen gleichzeitig die Kosten weiter an. Noch ist das Verständnis bei Mitgliedern und Besuchern des Bades da. Dafür dankt der Vorstand ausdrücklich. Foto: tau