„Ihr seid losgefahren, um zu helfen – ohne zu wissen, was kommt“, so Osigus. Im Juli 2021 ereilte das Ahrtal eine Flutkatastrophe, das Ausmaß der Schäden war groß. Zahlreiche Hilfsorganisationen aus allen Teilen der Republik eilten zu Hilfe, auch die Johanniter aus der Region Hannover. Der Auftrag für die Wunstorfer Johanniter: die Sicherstellung der medizinischen Erstversorgung. Im Stadtgebiet von Bad Neuenahr-Ahrweiler wurden mehrere Unfallhilfsstellen aufgebaut, da zahlreiche Hausarztpraxen durch die Wassermassen beschädigt wurden.
Außerdem übernahmen einige speziell ausgebildete Einsatzkräfte die psychosoziale Versorgung von betroffenen Anwohnern und Rettungskräften, zudem wurden Anwohner zu diversen Themen beraten und örtlich bereits bestehende Anlaufstellen unterstützt. Und: Die Johanniter aus Wunstorf trugen für die Versorgung und Verpflegung der Einsatzkräfte vor Ort Sorge, betrieben eine sogenannte Führungsstelle und sorgte dafür, dass in der Zeltstadt der Helfer hinsichtlich Strom und Wasser alles reibungslos lief.
Die Helfer waren etwa 6000 Stunden im Einsatz und legten rund 21.000 Kilometer zurück. Insgesamt waren 79 Johanniter aus der Region Hannover im Ahrtal unterwegs, 40 davon kamen aus Wunstorf. „Ihr habt großes Engagement für Menschen in Not gezeigt, das ist einzigartig“, so der Ortsbeauftragter Thomas Silbermann anerkennend. Und auch Martin Pavel, stellvertretender Bürgermeister der Stadt Wunstorf, fasst zusammen: „Wir sind auf stolz auf Sie!“. Foto: privat