Eine Reihe abstrakter Bilder | Wunstorfer-Stadtanzeiger

Eine Reihe abstrakter Bilder

Künstlerin Laila Sahrai.  (Foto: privat)
Künstlerin Laila Sahrai. (Foto: privat)
Künstlerin Laila Sahrai. (Foto: privat)
Künstlerin Laila Sahrai. (Foto: privat)
Künstlerin Laila Sahrai. (Foto: privat)

Am kommenden Sonntag, 6. April, um 14 Uhr, startet eine Ausstellung der Künstlerin Laila Sahrai, die in der Privatkapelle der Sigwardskirche von April bis Oktober zu sehen sein wird. Laila Sahrai stellt eine Reihe von abstrakten Bildern aus, die mit dem aus Lapislazuli gewonnenen Pigment gemalt werden. Sie stellen einen Bezug zu den Fresken der Kapelle her, in denen auch der Farbton Ultramarin verarbeitet wurde. Die Bilder, die ausgestellt werden, sind noch im Prozess ihrer Entstehung und sollen mit dem Blau der Fresken in der Kirche durch ihre gemeinsame Herkunft der Farbe Blau (Afghanistan) eine Verbindung finden. In der Kirche sind himmlische Themen mit einer himmlischen Farbe gemalt und verleihen dem Raum den entsprechenden Geist. Nun soll dieser Geist über die abstrakten Bilder von Laila Sahrai mit ihrer afghanischen Herkunft konfrontiert werden.

Dies ist für sie, eine in Deutschland aufgewachsene Künstlerin mit afghanischen Wurzeln besonders interessant, da sie dadurch ihre eigene Herkunft in einem ungewöhnlichen Kontext visualisieren und gleichzeitig eine Verbindung jenseits von Zeiten, Räumen und gesellschaftlichen Konstrukten schaffen kann. Somit zeigt sie, sowohl mit ihrer eigenen Person und Persönlichkeit als auch mit der Farbe Blau, die Beziehungen zwischen Afghanistan und Deutschland auf. Das geschieht in der Hoffnung, eine „ästhetische Brücke“ zu schaffen, auf der sich beide Kulturen jenseits aller politischen, religiösen und sozialen Unstimmigkeiten näherkommen und verständigen können. Dazu wird Laila Sahrai einen Vortrag um 17 Uhr über die Kunst und Kultur Afghanistans wie auch seine Handelsbeziehungen mit anderen Ländern (im Speziellen Deutschland) halten. Ermöglicht wurde diese Ausstellung durch eine großzügige Förderung der Hanns-Lilje-Stiftung, der Eintritt ist frei.


Hans-Heiner Giebel (gi)
Hans-Heiner Giebel (gi)

Freier Journalist

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