Bekommt der Kurort bald eine Großbaustelle? | Wunstorfer-Stadtanzeiger

04.04.2025 09:21

Bekommt der Kurort bald eine Großbaustelle?

Die Steuerakademie hat sich direkt an einem ihrer Grundstücke einen neuen Bauplatz gesichert. (Foto: nd)
Die Steuerakademie hat sich direkt an einem ihrer Grundstücke einen neuen Bauplatz gesichert. (Foto: nd)
Die Steuerakademie hat sich direkt an einem ihrer Grundstücke einen neuen Bauplatz gesichert. (Foto: nd)
Die Steuerakademie hat sich direkt an einem ihrer Grundstücke einen neuen Bauplatz gesichert. (Foto: nd)
Die Steuerakademie hat sich direkt an einem ihrer Grundstücke einen neuen Bauplatz gesichert. (Foto: nd)

Im Herzen von Bad Eilsen sorgt ein Bauprojekt für Unruhe: Die Steuerakademie Niedersachsen, seit Jahrzehnten fester Bestandteil des Kurorts, soll deutlich erweitert werden. Auf zwei benachbarten Grundstücken an der Friedrichstraße – einer Grünfläche und dem Gelände des ehemaligen Cafés „Omas Kaffeestube“ – ist ein Wohnheim geplant. Doch was für das Land Niedersachsen ein notwendiger Schritt zur Zukunftssicherung der Akademie ist, ruft in der Gemeinde nun für einige Politiker unerwartete Kritik hervor.

Im Rahmen der jüngsten Ratssitzung hat sich der Gemeinderat Bad Eilsen erneut mit denen im Grundsatz unumstrittenen Erweiterungsplänen für die in der Kurstadt ansässige Steuerakademie Niedersachsen befasst. Als Problem stellt sich nun jedoch heraus, dass die Größenordnung der nötigen Erweiterungen erhebliche Einschränkungen bei der möglichen Bebauung mit sich bringen. Konkret geht es jetzt um eine Neubebauung an der Friedrichstraße.

Anlass der neuen Diskussion Anfang der Woche war nun das Ergebnis der frühzeitigen Beteiligung der Öffentlichkeit sowie der Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange, die bereits im Jahr 2023 durch den Bebauungsplan Nr. 31 „Bildungscampus-Steuerakademie“ festgelegt worden. Diese erste Beteiligungsrunde ist inzwischen abgeschlossen. Der Rat nahm jetzt das Ergebnis zur Kenntnis, und gab nach dem Feedback durch die Politik und Bürger auch einstimmig grünes Licht für die zweite Phase der öffentlichen Beteiligung. Doch die Einigkeit bei der Abstimmung täuschte: In der Debatte zuvor wurden deutliche Zweifel und Bedenken laut.

Was ist strittig?

Die Pläne sind ambitioniert. Fast 50 Meter Länge, bis zu 15 Meter in der Höhe – so groß könnte das neue Wohnheim ausfallen, geht es nach dem vorliegenden Bebauungsplan. Ein massiver Baukörper, der nicht jedem im Ort gefällt, wie sich in der Ratssitzung zeigte. Das Projekt sei an Ort und Stelle überdimensioniert und passe nicht ins Ortsbild. Diese Bedenken werden aber nicht von allen geteilt. Nun geht es um die Erörterung von Alternativen an den gewählten Grundstücken.

Die Steuerakademie steht allerdings ohne eine zeitnahe Erweiterung unter Druck. Mit aktuell rund 500 Auszubildenden und den Mitarbeitern ist die Akademie zudem ein bedeutender Wirtschaftsfaktor vor Ort.


Nadine Dressler
Nadine Dressler

Redakteurin Schaumburger Wochenblatt

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