Anlieger setzen sich durch | Wunstorfer-Stadtanzeiger

27.03.2025 10:36

Anlieger setzen sich durch

Straßenraum eingeengt: Provisorische Verkehrsinseln müssen jetzt umfahren werden. (Foto: tau)
Straßenraum eingeengt: Provisorische Verkehrsinseln müssen jetzt umfahren werden. (Foto: tau)
Straßenraum eingeengt: Provisorische Verkehrsinseln müssen jetzt umfahren werden. (Foto: tau)
Straßenraum eingeengt: Provisorische Verkehrsinseln müssen jetzt umfahren werden. (Foto: tau)
Straßenraum eingeengt: Provisorische Verkehrsinseln müssen jetzt umfahren werden. (Foto: tau)

Die Anlieger in der Ahornstraße haben sich mit einem eigenen Plan zur Verkehrsberuhigung durchgesetzt. Die Verwaltung hat den Vorschlag anhand einer eingereichten Skizze umgesetzt. Auf der Straße sind jetzt vier provisorische „Schikanen” eingebaut worden, damit Autofahrer aufmerksamer und vor allem langsamer fahren. Dieses Ziel scheint in den ersten Tagen bereits erreicht, wie Anlieger dem Stadtanzeiger berichten, jedoch hat das Ganze auch eine Kehrseite. Stellenweise wird es so eng, dass gar kein Durchkommen mehr möglich ist.

Das liegt vor allem an parkenden Autos. Da es keine eingezeichneten Flächen oder ausgewiesene Parkzonen gibt, werden Autos beispielsweise direkt an den neuen Verkehrsinseln abgestellt oder an beiden Seiten der Straße, sagt Ortsbürgermeister Rolf Hoch. Da müsste die Verwaltung noch nachbessern. Die provisorischen „Schikanen” sind zunächst ein Test, bevor möglicherweise dauerhafte Einengungen geschaffen werden, etwa durch Baumstandorte. Beschwerden gibt es schon seit Jahren. Die Ahornstraße sei weniger Anlieger- als eine Durchgangsstraße auf dem Weg zum Bahnhof und dem dort befindlichen Teil des Gewerbegebietes. Daher sei es keine Seltenheit, dass auch Lkws dort entlangfahren, obwohl das nicht erlaubt ist.

Seit mehreren Jahren fordern Anwohner daher immer wieder eine Verkehrsberuhigung und haben schließlich auch rund 130 Unterschriften gesammelt. In den Ortsratssitzungen brachten sie ihre Bedenken regelmäßig vor und fragten nach. Die Verwaltung ließ wiederum Daten zur gefahrenen Geschwindigkeit erheben. Im Jahr 2022 teilte die Stadt schließlich mit, dass Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung durchaus wünschenswert wären, sich aber auf Grund der Vielzahl an Aufgaben derzeit nicht umsetzen ließen. Und: ”Die Maßnahmen müssten zusammen mit der Verkehrsbehörde abgestimmt werden und seien aber auch im Hinblick auf die Ortsumgehung zu planen”, so die Antwort der Verwaltung.

Damit gaben sich die Anlieger nicht zufrieden. Im Jahr 2023 reichten sie eine Unterschriftenliste und einen fertigen Plan ein, der zeigt, an welchen Stellen Verkehrsinseln mit Gliederketten geschaffen werden könnten. Dem stimmte auch der Ortsrat zu. Die Zeit verging und erst jetzt setzte die Verwaltung die Maßnahme überraschend um. Eine Information an den Ortsrat erging allerdings nicht, wie Ortsbürgermeister Rolf Hoch dem Stadtanzeiger sagte.


André Tautenhahn (tau)
André Tautenhahn (tau)

Freiberuflicher Journalist

north