Im Zuständigkeitsbereich der Polizeiinspektion Nienburg/Schaumburg fanden an zwei Tagen sieben Durchsuchungen statt, an denen insgesamt 16 Einsatzkräfte beteiligt waren. 67 Datenträger wurden beschlagnahmt. Von den sieben beschuldigten Männern waren vier im Alter zwischen 17 und 30 Jahre sowie drei älter als 51 Jahre.
Vom 24. bis 27. März 2025 wurden in Niedersachsen Durchsuchungsbeschlüsse aufgrund des Verdachts der Verbreitung, des Erwerbs und des Besitzes kinder- und jugendpornografischer Schriften vollstreckt. Auch die Polizeidirektion Göttingen beteiligte sich an der sogenannten „Action-Week”. Die Aktion wurde erneut von der Ansprechstelle Kinderpornografie im Landeskriminalamt (LKA) Niedersachsen koordiniert.
Die „Action-Week” richtet sich gegen Personen, die Missbrauchsdarstellungen von Kindern oder Jugendlichen herstellen, besitzen und verbreiten. Sie soll aber auch das Bewusstsein für die Gefahren sexualisierter Gewalt an Kindern und Jugendlichen in der Bevölkerung schärfen und insbesondere hinsichtlich einer unbedachten Weiterleitung inkriminierter Dateien sensibilisieren. LKA-Präsident Friedo de Vries findet klare Worte: „Sexualisierte Gewalt ist eine der traumatischsten und verabscheuungswürdigsten Formen der Kindeswohlgefährdung. Mit der konzentrierten Aktion wollen wir auch auf die Situation der Opfer aufmerksam machen. Wir dürfen nicht zur Normalität übergehen. Wir alle sind gefordert, Kinder zu schützen und entschlossen Taten sexualisierter Gewalt anzuzeigen. Wir ziehen die Täter aus der vermeintlichen Anonymität des Internets ins Licht und zur Rechenschaft.”
Für die niedersächsische Ministerin für Inneres und Sport, Daniela Behrens, zeigen die Ergebnisse der „Action-Week”, wie wichtig der anhaltende Einsatz der Sicherheitsbehörden in diesem Bereich ist: „Der Kampf gegen Kinderpornografie und diejenigen, die sie verbreiten und konsumieren, ist ein elementarer Schwerpunkt der Arbeit der Polizei Niedersachsen. Das macht auch diese Aktionswoche wieder sehr deutlich.”
Im Rahmen der polizeilichen Maßnahmen wurden 177 Durchsuchungsbeschlüsse von 288 eingesetzten Kräften in Niedersachsen vollzogen. Dabei wurden bei 187 Tatverdächtigen insgesamt 755 Datenträger beschlagnahmt, die nun im weiteren Verlauf von polizeilichen Fachkräften gesichtet werden.
Das LKA Niedersachsen ruft alle Bürgerinnen und Bürger ausdrücklich dazu auf, aufmerksam zu sein, verdächtige Aktivitäten zu melden und bei der Polizei anzuzeigen. Hinweise können persönlich, telefonisch oder online unter https://portal.onlinewache.polizei.de erfolgen. „Jeder Hinweis kann entscheidend sein, um Kinder zu schützen und Täter zu stoppen.”, betont LKA-Präsident Friedo de Vries.